Teleskop Sattelstützen

Vor 10-15 Jahren bin ich in Berlin wirklich sehr viel Mountainbike gefahren. Angefangen habe ich mit einem HAWK-Hardtail, dass ich mir bei California Sports allmählich immer besser aufgebaut habe. Dann habe ich mich irgendwann in ein Rocky Mountain RM6 verliebt und meine Leidenschaft fürs Dirt, bzw. Downhill Biken war geweckt. Alles in allem haben wir das Ganze aber als Freeriden bezeichnet, weil wir immer Wert darauf gelegt haben, die Berge aus eigener Kraft rauf zu fahren. Ja, es gibt im Grunewald auch Berge, die sind zwar nicht sehr hoch, d.h. man muss immer viel rauf und runter fahren, um auf seine Kosten zu kommen, wobei wir beim eigentlichen Thema wären: Die Sattelstütze! Bei etwas steileren und technischeren Abfahrten mussten wir immer kurz anhalten und unseren Sattel runter stellen. Unten angekommen, musste man ihn dann wieder hoch stellen, um vernünftig weiter fahren zu kommen, bzw. um mit den XC-Bikern unter uns mithalten zu können. Da stellte sich immer wieder die Frage, wann lohnt sich die kurze Pause zum Sattel verstellen und wann nicht. Ein paar Jahre später hörte ich zum ersten Mal von hydraulischen Sattelstützen, die sich automatisch hoch und runter stellen lassen! Allerdings dachte ich, dass die vermutlich viel zu teuer sind und vor allem viel zu schwer, zumal ich zu dem Zeitpunkt inzwischen wieder öfter mit meinem alten Hardtail unterwegs war und mehr Crosscountry fuhr.
Vor kurzem wurde ich jedoch eines besseren belehrt! Zufällig bekam ich über einen guten Freund die Gelegenheit eine XLC-All Mountain Teleskop-Sattelstütze auszuprobieren! Das Teil wiegt immerhin 640g, aber der Komfort hat mich sofort absolut überzeugt. Es ist einfach super angenehm, jederzeit und sei es nur für eine ganz kurze Abfahrt, den Sattel runter stellen zu können, ohne anhalten zu müssen. Das Gewicht wird dadurch auf jeden Fall wett gemacht. Die paar Gramm, die einem beim bergauf fahren eventuell etwas bremsen, geben einem dafür beim bergab fahren viel mehr Sicherheit und eine deutlichen Vorsprung den anderen gegenüber, die nicht extra anhalten wollen, um die Sattelstütze runter zu stellen. Also gerade wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist und viel bergauf und bergab fährt, wobei anspruchsvolle kurze Downhills dabei sind, hat man letztlich mit so einer Variostütze mehr Spaß und ist den anderen gegenüber deutlich im Vorteil. Ich habe mir jedenfalls sofort so eine Stütze an meinen Fully gebaut und habe dadurch wieder mehr Spaß am Enduro, bzw. Freeriden bekommen. Es gibt die Stützen auch mit interner und externer Fernbedienung, was die Sache bestimmt noch praktischer macht, weil man noch nicht mal mehr den Lenker loslassen muss, aber für mich tut es auch der Hebel unter dem Sattel, an den man doch recht schnell ran kommt. Außerdem sollte man sich vor jeder anspruchsvollen Abfahrt sowieso erstmal für eine Sekunde „sammeln“, bevor man sich ins Vergnügen stürzt In diesem Sinne: Happy Trails!

PS: Noch mehr sehr interessante MTBike-Teile gibts auf: www.xlc-parts.com